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OEKOTEX® Standard 100

Textiles Vertrauen – unter diesem Motto stehen die unabhängigen Schadstoffprüfungen nach OEKO-TEX® Standard 100 seit 1992 für gesundheitlich einwandfreie Textilprodukte aller Art. Es gibt vier Produktklassen, wobei für die Klasse I (Textilien und textile Spielwaren für Babys und Kleinkinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr) die strengsten Kriterien gelten.

Voraussetzung für die Zertifizierung textiler Produkte nach OEKO-TEX® Standard 100 ist, dass sämtliche Bestandteile eines Artikels ausnahmslos den geforderten Kriterien entsprechen – neben dem Oberstoff also beispielsweise auch die Nähgarne, Einlagen, Drucke etc. sowie nicht-textiles Zubehör wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Nieten usw.

Die Schadstoffprüfungen umfassen:

  • gesetzlich verbotene Substanzen wie krebserregende Farbstoffe
  • gesetzlich reglementierte Chemikalien wie Formaldehyd, Weichmacher,  Schwermetalle oder Pentachlorphenol
  • nach derzeitigem Wissensstand gesundheitlich bedenkliche, jedoch noch  nicht gesetzlich reglementierte oder verbotene Substanzen wie Pestizide,  allergisierende Farbstoffe oder zinnorganische Verbindungen
  • Parameter wie Farbechtheiten und ein hautfreundlicher pH-Wert, die der  Gesundheitsvorsorge des Verbrauchers dienen

In ihrer Gesamtheit gehen die Anforderungen deutlich über bestehende nationale Gesetze hinaus. Ausnahmslos den geforderten Kriterien entsprechen – neben dem Oberstoff alle Beistellteile, also beispielsweise auch die Nähgarne, Einlagen, Drucke etc. sowie nicht-textiles Zubehör wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Nieten usw.

Alle Listen werden wir Ihnen in Kürze am Ende dieses Textes Verbraucherschutztests und Bewertungen zur Verfügung stellen.

Als ganz normale Konsumenten einerseits und andererseits als Hersteller anspruchsvoller Produkte, finden wir uns bei diesem Thema immer mal wieder in einem Dilemma. Dies entsteht wenn Verbraucherorganisationen, Medien oder auch Verbraucher in Foren Urteile fällen, die unserer Meinung nach nicht den Tatsachen gerecht werden, ungerechtfertigter Weise Produkte abwertet, die das nicht verdient haben oder Urteile fällen, ohne selbst richtig informiert zu sein oder Ihre Zuhörer oder Leser umfassend zu informieren.

Wir halten jede Kontrollinstanz für extrem wichtig und sinnvoll, sowohl als Konsumenten, wie auch als Hersteller. Es ist einfach notwendig einzugreifen, wenn Versprechen nicht eingehalten werden oder Gefahr für Mensch und Umwelt besteht. Insofern Hut ab vor denen, die sich damit auseinander setzen und keine Konflikte scheuen.

Was uns nicht gefällt sind Beiträge, die nach unserer Meinung eher zur Verbraucher-Unsicherheit beitragen, anstatt Bewusstsein zu fördern und dem Verbraucher eigene Urteilsbildung durch sachkundige Information zu ermöglichen. Deshalb hier ein Kommentar zu zwei Prüfungskriterien, die gerne auch vom Magazin ÖKOTEST ins Spiel gebracht werden. Es handelt sich um den Gehalt und die Gefahr durch organische Zinnverbindungen und organische Halogenverbindungen.

Zinnorganische Verbindungen (OZV)

Der OEKOTEX Standard® 100 legt den Grenzwert von OZV (Zinnorganischen Verbindungen) fest mit 0,5 mg/kg bzw. mit 1,0 mg/kg( z.B. MBT). Die Methode zur Bestimmung der zinnorganischen Verbindungen basiert auf einer Extraktion des Materials mit einem organischen Lösemittel und darauffolgender Derivatisierung mit Natriumtetraethylborat. Die Prüfungen werden in den gereinigten („clean-up“) Extrakten auf gas-chromatographischem Wege (MSD) durchgeführt. ÖKOTEST hatte vor ein paar Jahren eines unserer Shirts getestet, alles war Bestens, nur der Gehalt von Zinnorganischen Verbindungen wurde gerügt mit einem Wert von MBT 2,1 μg /kg und DBT 1,5 μg /kg, insgesamt OZV 3,6 μg /kg. Rechnet man in Milligramm, der Vorstellbarkeit zuliebe, sind das 0,0036 mg pro kg. Ein hyphen Shirt wiegt in den Baby Größen zwischen 74 g und 80 g. Hieraus folgt, dass in einem Shirt zwischen 0,000266 mg 0,000288 mg zinnorganische Verbindungen (OZV) enthalten sind.  Alle Werte liegen unter den OEKOTEX 100 Klasse 1 Grenzwerten.

Wir haben deshalb die Grenzwerte für Lebensmittel mit in die Betrachtung einbezogen:

Die WHO hat einen NOAEL (no observed adverse effect level) von 25 μg pro kg Körpergewicht durch Versuche bestätigt. D.h. unter diesem Wert wurde weder eine Vergiftung noch eine Beeinträchtigung des Immunsystems noch eine andere körperliche Reaktion beobachtet. Der TDI (tolerable daily intake), also die Menge, die ohne Bedenken TÄGLICH gegessen werden kann, wurde mit einem Sicherheitsfaktor von 100 auf 0,25 μg / kg Körpergewicht bestimmt. Ein Kind mit 10 kg (ca. 1 Jahr alt) könnte also laut WHO ohne gesundheitliche Bedenken TÄGLICH  0,25 μg mal 10 = 2,5 μg  OZV zu sich nehmen. In hyphen Shirts gerechnet wären das zwischen 9,4 und 8,7 Shirts pro Tag – jeden Tag, na dann Mahlzeit!

Die Frage, woher die OZV’s kommen, können wir nicht endgültig beantworten. Da sich OZV auch überall im Hausstaub findet und die Produktion ja nicht steril stattfindet, könnte die OZV-Belastung auch durchaus von Staub herrühren.

Der Gehalt von OZV im Hausstaub von Wohnungen wurde ermittelt:

Hamburg (Kersten und Reich 2003) mit einem Durchschnittswert von 1,6 mg/kg

Berlin (Fromme et al. 2005) mit einem Durchschnittswert von 0,5 mg/kg

Süddeutschland ( Hagenau 2001) mit einem Durchschnittswert von 1,3 – 2,222 mg/kg

Halogenorganische Verbindungen

Halogenorganische Verbindungen oder genauer organische Halogenverbindungen gibt es unglaublich viele und viele sind nicht toxisch oder bedenklich. Allen gemein ist, dass die Halogene Fluor, Chlor, Brom oder Iod enthalten, die den unter Umständen „giftigen“ Anteil bilden. Halogene sind sehr flüchtig und immer in Verbindungen zu finden z.B.:

Chloride sind im Meerwasser gelöst und bilden den Hauptanteil der Salzlagerstätten ( Natriumchlorid).

Fluoride werden dem Trinkwasser und den Zahnpflegemitteln zugesetzt. Es soll vorbeugend gegen Zahnkaries wirken.

Bromide werden zur Herstellung von Filmen und Fotopapier oder für Halogenlampen benutzt.

Iodide müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, um ein Funktionieren der Schilddrüse zu gewährleisten. Auch Iod wird für Halogenlampen benutzt.

Halogenverbindungen kommen auch in der Natur vor, und erst ein Übermaß macht sie dort gefährlich, da das natürliche Gleichgewicht gestört wird. Die Untersuchungen die den AOX und den POX (Inhalt an gebundenen und flüchtigen organischen Halogenverbindungen) summarisch erfassen, dienen als Parameter der Verschmutzung von Abwasser und Trinkwasser. Sie machen keine Aussage über die Toxizität oder die allergisierende Wirkung der Stoffe.

Insofern ist dieser Wert der Zeitschrift ÖKOTEST eine kritische Sache, da sie die tatsächlichen Stoffe und somit die tatsächliche Gefahr nicht erfasst, keinen Hinweis zur Verbesserung der Produkte gibt und man nie sicher ist, ob auch absolut unbedenkliche Produkte falsch belastet werden.

Viele tatsächlich giftigen dieser Verbindungen werden unter anderem Namen und bei anderen Tests exakt erfasst. Zum Beispiel gehören Stoffe wie DDT, Lindan oder Dieltrin  zu den Pestiziden. PCB, PVC und chlorierte Lösungsmittel wie Trichlorethan, oder Tetrachlormethan sind ebenfalls organische Halogenverbindungen und werden durch den OEKOTEX ® Standard 100 erfasst.

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